Rio de Janeiros "Drogenkrieg" im Lichte der Konfliktforschung und des Völkerrechts: Eine Fallstudie zur Behandlung organisierter bewaffneter Gewalt


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Rio de Janeiros "Drogenkrieg" im Lichte der Konfliktforschung und des Völkerrechts: Eine Fallstudie zur Behandlung organisierter bewaffneter Gewalt

Artikel-Nr.: Soc.Deu20

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In Rio de Janeiro verteidigen so genannte Drogenfraktionen mit Waffengewalt ihre stabilisierte Gebietsherrschaft über die Elendsviertel. Herausgefordert werden sie von rivalisierenden kriminellen Zusammenschlüssen und von einem Staat, der auf diese Entwicklung mit einer Militarisierung seiner Polizeiaktionen reagiert hat. Die Konsequenz ist eine Gewaltspirale, die zunehmend kriegsähnlich zu verlaufen scheint und jährlich über 1000 Menschen das Leben kostet. Findet deshalb aber in Rio de Janeiro tatsächlich - wie Vertreter von Politik und Medien propagieren - ein "Krieg" statt? Die Besorgnis erregenden Ereignisse geben jedenfalls Anlass zu einer tieferen Auseinandersetzung mit dieser Frage. Hierzu beschreibt der Verfasser zunächst die Konfliktzusammenhänge, die diesem vermeintlichen "postmodernen Kriegsschauplatz" zugrunde liegen. Sodann versucht er mit Hilfe der Konfliktforschung und des Völkerrechts die Frage nach der zutreffenden Einordnung dieses urbanen Gewaltkomplexes zu beantworten. Dabei geht es dem Verfasser einerseits um eine präzise Begründung dafür, warum in der "cidade maravilhosa" kein bewaffneter Konflikt im Sinne des Völkerrechts stattfindet. Andererseits widmet er sich den politischen und rechtlichen Risiken der örtlichen Kriegsrhetorik und des identifizierbaren Ansinnens, die Millionenstadt als Austragungsort eines bewaffneten Konfliktes zu begreifen. Broschiert: 124 Seiten Verlag: Bwv - Berliner Wissenschafts-Verlag; Auflage: 1. Auflage. (Februar 2009) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3830516118 ISBN-13: 978-3830516118 Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,6 x 1,2 cm
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